Diese Woche habe ich fast jeden Tag nach Feierabend noch limitofcontrol eingesammelt und dann waren wir eine Runde spazieren. Das hat meine Woche besser gemacht.
Je älter ich werde, desto klarer kommt die Gewissheit, dass die ganz einfachen Dinge im Leben oft die schönsten sind.
Schon länger ist bekannt, dass Matt Mercer für die vierte Kampagne von Critical Role an den Spielertisch wechseln wird. In seine Dungeon-Master-Fußstapfen wird nun Brennan Lee Mulligan schlüpfen, bekannt von Dimension 20 oder auch der Critical Role Minikampagne Exandria Unlimited.
Jetzt wurden noch ein paar weitere Details bekannt gegeben:
Critical Role wechselt für Kampagne 4 nicht zum eigenen System Daggerheart, sondern bleibt bei Dungeons & Dragons. Es soll das neue Ruleset von 2024 genutzt werden. Das finde ich überraschend, da Daggerheart ja durchaus einen guten Start hatte und alle damit gerechnet hatten, dass früher oder später gewechselt wird. Nun also doch D&D, ich bin gespannt, welche strategischen Gründe dahinter stecken. Und Daggerheart wird von anderen Critical Role Serien weiter gepusht.
Da man praktischerweise Jeremy Crawford and Chris Perkins von Wizard of the Coast abgeworben hat, wird es sicherlich einige Homebrew-Elemente geben.
Es gibt 13 Spieler*innen, neben dem gesamten klassichen Cast sind viele bekannte Gesichter dabei, die schon in früheren Kampagnen Gastauftritte hatten, zum Beispiel Aabria Iyengar oder Robbie Daymond.
Um so vielen Leuten gerecht zu werden, wird die Kampagne im West Marches Stil laufen. Ben hat mal schön zusammengefasst, was eine West Marches Kampagne ausmacht.
Die Charaktere werden zumindest zu Beginn in drei Gruppen unterteilt: Soldiers, Seekers und Schemers.
Die Kampagne wird in einer neuen Welt namens „Aramán“ spielen.
Ich glaube, es ist gut nach alle den Jahren das Format für die Hauptkampagne ein wenig aufzubrechen. Und ich freue mich sehr auf Brennan Lee Mulligan als Dungeon Master, dem ich diese übermenschliche Aufgabe mehr als zutraue, ich glaube das wird nochmal eine spannende Note reinbringen.
Man sieht aber natürlich auch, wie groß der Dampfer von Critical Role inzwischen geworden ist. Nicht nur steckt inzwischen ein nicht ganz kleines Unternehmen dahinter. Das Konzept zur Kampagne passt natürlich auch super zum Ausbau des Franchise „Critical Role“ und wurde sicher auch mit einer weiteren Animationsserie auf Amazon Prime im Hinterkopf erdacht – da passen 13 Spieler:innen natürlich perfekt dazu. Ein wenig merkt man das auch der Lore an – ich fand es in der dritten Kampagen schon manchmal etwas schwierig, den Zusammenhängen und unterschiedlichen Strängen zu folgen. Ich bin gespannt, wie gut all das unter einen Hut passt.
Ich freue mich jedenfalls drauf, los geht’s am 2. Oktober. Und ein wenig verrückt, welchen Wirbel so eine Ankündigung inzwischen macht.
Sly Flourish argumentiert in seiner Lazy RPG Talkshow, dass es bei Rollenspielen total sinnvoll ist, echte Bücher selbst bei Online-Sessions zu nutzen. Und bei den Erfahrungen, die ich in den letzten Jahren machen durfte, möchte ich ihm zustimmen.
Der Satz, der es für mich auf den Punkt bringt:
„We are closer to the game itself!“
Ich bin meist als Spieler unterwegs. Zwar dauert es im Zweifel länger, im Buch einen Zauberspruch nachzuschlagen als es beispielsweise in einer Online-Datenbank zu machen. Aber es fühlt sich irgendwie „greifbarer“ an. Fast so, als ob das Aufschlagen der Seite, das Überfliegen des Textes und das kurze Innehalten Teil des Spiels selbst wären. Es entschleunigt auf eine gute Art und bringt mich näher an die Welt heran, die wir gemeinsam erschaffen.
Die digitalen Möglichkeiten sind verlockend: VVTs, die ganze Regelwerke integrieren können und Ergebnisse auf Knopfdruck ausspucken können. Für Pathfinder habe ich mir letztens alle Regeln, Zaubersprüche etc. aus dem SDR als Obsidian Vault runtergeladen. Fantastisch praktisch, man kann alles miteinander verlinken und in Windeseile aufrufen.
Aber nach ein wenig Rumspielerei lande ich doch immer wieder bei den Büchern. Weil ich sie als Gegenstände einfach sehr mag. Sie halten das Spiel flexibler und machen dich weniger abhängig von digitalen Angeboten. Und weil sie mir über die Zeit so vertrauter werden als jede Datenbank. Und wenn man dann ein wenig länger blättern muss, nehme ich das gerne in Kauf – ich sehe das einfach als Teil des Vergnügens.
Manchmal höre ich im totalen Shuffle-Modus durch die Musiksammlung. Das klingt als würde der schlechteste DJ der Welt auswürfeln, was als nächstes gespielt wird. Aber es ist auch immer wieder gut für Überraschungen: Alben, die man schon ganz vergessen hatte. Tracks, die an einem anderen Tag, in anderer Stimmung auf einmal zünden.
Auf diese Weise wurde So It Is von der Preservation Hall Jazz Band mal wieder nach oben gespült. Ich mochte die Platte direkt als ich sie Ende 2017 zum ersten Mal hörte. Die Preservation Hall Jazz Band war eine der vielen Kombos, die ich durch die sehr empfehlenswerte Serie Tremé kennenlernte. Die Serie von David Simon spielt in der Musik- und Gastro-Szene von New Orleans. Und es dürfte schwer sein, da komplett um die Preservation Hall Jazz Band herumzukommen.
Ich habe eine große Schwäche für Traditional Jazz, auch wenn es sich heutzutage oft etwas museal anfühlt oder anhört. Bei So It Is ist aber alles frisch: Neue Kompositionen mit einer gehörigen Portion Cuban Einfluss. Und mit einer Lockerheit weggespielt, die perfekt zu lauen Sommerabenden passt. Ein Spaßgetränk in der Hand, die Sonne beobachten und Santiago im Hintergrund. Hach.
Schon in den letzten Monaten habe ich öfter über meinen Umstieg auf Linux nachgedacht. Für mich war klar, dass es – wie früher schon – wieder auf Arch Linux herauslaufen wird. Ich mag einfach das Rolling Release Prinzip und das man damit immer schnell den neuen Kram ausprobieren kann. Die Installation ist dank des archinstall-Skripts heutzutage fast so einfach wie bei anderen Distributionen.
Der Nachteil an Arch ist, dass dabei auch mal was kaputt gehen kann. Aber ich muss sagen, dass das zumindest früher nicht so schlimm war wie befürchtet und ich meine Arch-Installation über Jahre hinweg gut laufen lassen konnte. Bisher scheint es auch wieder zu sein, sonst wäre das für mich ein Grund, auf etwas stabileres zu wechseln.
Zum neuen hycen Schyce gehört der compositor hyprland. Ich mag tiling window manager. Früher habe ich I3 benutzt und jetzt würde ich mich gerne in hyprland reinfuchsen. Eigentlich muss man das recht kompliziert von Grund auf konfigurieren. Das möchte ich vielleicht auch irgendwann machen, aber zum Reinkommen finde ich es besser, etwas Vorkonfiguriertes zu nutzen. Und da kommt Omarchy ins Spiel.
Omarchy ist: an opinionated Arch + Hyprlandsetup von David Heinemeier Hansson. Heinemeier Hansson ist Co-Chef von 37Signals, der Laden, der unter anderem hinter Basecamp oder auch dem Getting Real Manifest steckt. Und wie es der Zufall wollte, hat Heinemeier Hansson vor rund einem Monat Omarchy ins Leben gerufen, das kam mir gerade recht.
Omarchy ist im Grunde eine Reihe von Dotfiles, Symlinks und Skripten, die aus einer Vanilla-Archinstall ein hübsch eingerichtes hyprland-Setup machen. Alles ist schön gethemed, ein paar mehr oder weniger Pakete sind vorinstalliert (Yay Obsidian!) und es gibt ein paar Helferlein für die tägliche Nutzung.
Für mich hat das sehr gut funktioniert, weil ich direkt nach der Installation erstmal loslegen konnte und mich so nach und nach mit den Config-Files von hyprland vertraut machen kann. Außerdem mag ich Look and Feel sehr gerne, alles geht flott von der Hand. Ein paar Workspace-Regeln und Keybindings habe ich inzwischen geändert und werde damit immer wärmer.
Ich bin gespannt, wie es mit Omarchy weitergeht. Wird daraus irgendwann eine eigene Distro? Oder geht dem Projekt irgendwann die Puste aus? Im Moment scheint die Idee jedenfalls Anklang zu finden – aus der Community kommen neue Themes, Pull Requests und Contributions. Heinemeier Hansson scheint zudem mehr und mehr Ressourcen von 37Signals reinzubuttern – in der Open Source Welt gibt es schlechtere Voraussetzungen für langfristigen Support.
Und wenn es doch einschlafen sollte oder sich in eine komische Richtunge entwickeln sollte, ist das auch kein Problem, weil ja alles auf Arch und hyprland basiert. Das ist ja das schöne an Linux und FOSS. Es ist zwar alles etwas kompliziert und bis zum geht nicht mehr geforkt und wirkt daher manchmal etwas richtungslos. Digital evolution in the making.
Ein weiterer Schritt beim Ausbruch aus dem goldenen Käfig ist gemacht: Eine managed Nextcloud-Instanz kümmert sich nun um die Synchronisation meiner Dateien. Der Server dazu steht irgendwo in Frankfurt, das ist doch angenehm, da komme ich ja ab und an bei Elternbesuchen vorbei.
Die Wahl auf Nextcloud war einfach, ich kenne das Projekt noch aus seinen Anfangstagen als alle noch Dropbox benutzt haben. Tatsächlich habe ich vor langer Zeit – ich meine es war 2009 – mal in Berlin auf den Linuxtagen mit Frank Karlitschek ein Spaßgetränk zu mir genommen und ein wenig mit ihm gequatscht, was mir die Tage durch die Beschäftigung mit Nextcloud erst wieder eingefallen ist. Aber das nur am Rande.
Den Move zu Nextcloud habe ich genutzt, um auch die Kalender darauf umzustellen. Wir nutzen mehrere Kalender gemeinsam als Familie und Eltern und ich habe auch noch ein, zwei eigene. Die laufen bis jetzt völlig problemlos über die Nextcloud und an den Endgeräten ist gar kein Unterschied zu bemerken. Das ist besser als ich erhofft hatte.
Etwas schmerzhafter war die Entscheidung, auch die iCloud-Photolibrary aufzugeben, doch ich habe alle Fotos auf Nextcloud umgezogen. Und die Nextcloud-App lädt neue Bilder, die ich mit dem Smartphone mache oder importiere automatisch in die Nextcloud hoch. Aber natürlich gehen damit einige Komfortfunktionen aus dem goldenen Käfig verloren. Ich bin gespannt, ob der Rest der Familie da irgendwann nachziehen wird.
Andererseits landen meine Bilder nun einfach 1:1 auf meine Geräte in einem Ordner, so ganz klassisch als Dateien. Das hat auch einige Vorteile, zum Beispiel beim Bloggen. Und eben im Zusammenspiel von unterschiedlichen Betriebssystemen. Es ist und bleibt die richtige Entscheidung.
In den nächsten Monaten erscheinen tatsächlich einige Filme, auf die ich mich freue. Einer davon ist eine Verfilmung zur Entstehung des Nebraska-Albums von Bruce Springsteen.
Und auf den Film freue ich mich aus mehreren Gründen. Zum einen die Musik von Bruce Springsteen, ich bin sicher, dass sie allein den Film schon halb tragen wird.
Aber dann ist da noch der sehr vielversprechende Cast. Bruce selbst wird von Jeremy Allen White verkörpert, der uns unter anderem aus den tollen Serien The Bear oder Shameless bekannt ist. Niemand trägt weiße T-Shirts so gut wie Jeremy Allen White – mit Ausnahme vielleicht von Bruce Springsteen in den 80ern. Das fällt die Casting-Entscheidung leicht.
Dann wäre da Jeremy Strong – großartig in Succession – als Manager Jon Landau. Oder Gaby Hoffmann, die ich aus Transparent in sehr guter Erinnerung habe.
Musik passt, Cast passt – eigentlich kann da doch gar nichts mehr schiefgehen, oder? Oder!? Mal schauen, Ende Oktober kommt Springsteen: Deliver Me from Nowhere in die Kinos.
Wir waren in den letzten Tagen in der Niederlande unterwegs. Wir haben Zaandvort (seltsam runtergekommener Urlaubsort an der Küste, aber toller Strand), Amsterdam (super voll, die Stadt brummt, habe selbst New York nicht so überwältigend in Erinnerung) und Haarlem (richtig schönes Städtchen).
Wir sind ja bekanntlich die schlechtesten Urlaubfahrer der Welt und freuen uns immer direkt wieder auf die Fahr nach Hause. Diesmal hatten wir Freude mit schwieriger Warmwasserversorgung und dem Besuch einer Maus. Schön war’s trotzdem.
Jane Vivian, ‚St Mark and the Doge’s Palace from across the water‘
In meiner langlebigen Zeit als Studi – zur Zeit des Web 2.0 – habe ich Linux genutzt. Windows hat mich noch nie fasziniert, für Macs hatte ich kein Geld. Also habe ich angefangen, den Pinguin zu installieren. Erst mit Ubuntu, später mit Arch. Habe mich mit vielen Kompromissen abgefunden, aber auch viel gelernt. Das funktionierte für einige Jahre trotzdem richtig gut für mich. Alles, was ich machen wollte, bekam ich auch irgendwie hin.
Nach dem Studium kam der Berufseinstieg. Ein okayes Einkommen. Weniger Zeit. Schon immer wollte ich auch mal einen schönen Mac haben. Das iPhone machte jedes Jahr noch riesige Sprünge. Die Tür zum goldenen Käfig, sie öffnete sich so geschmeidig. Es dauerte nicht lange, da ließ ich meine Arch-Installation (by the way) hinter mir und war komplett im Apple-Ökosystem unterwegs.
Das Leben mit Apple ist ein sorgenfreies – wenn man bereit ist, vergleichsweise viel Geld für zumeist auch ziemlich wertige Hardware auszugeben. Software wird seit einigen Jahren eher abonniert als gekauft. Und es läuft. So gut, das im Laufe der rund letzten 15 Jahre die ganze Familie mit in den goldenen Käfig geschlüpft ist. Familiencloud, Kalender, Mails, Fernseher, Kopfhörer, Computer, Smartphones, Tablets, Uhr, Bildschirmzeit, Auto wiederfinden, Schlüsselbund tracken … Apple macht’s, Apple regelt.
This world is too beautiful for me
Ich habe eigentlich nie den Kauf eines Apple-Produkts bereut. War hinterher meist sehr zufrieden. Warum also der Umstieg? Okay, zum einen bin ich einfach ein wenig von Apple gelangweilt. Das hängt zum einen damit zusammen, dass so gut wie alles einfach funktioniert. Seit Jahren auf die gleiche Weise. Die großen Sprünge in der Hardware-Innovation sind vorbei. Die Software dümpelt vor sich hin – die Userbase ist auch schlicht zu groß, um hier das Rad neu zu erfinden.
Und wenn man dann selbst ein wenig Abwechslung mit reinbringen möchte, wird es zunehmend anstrengend: Ich hatte zum Beispiel mal Lust, einen Tiling Window Manager auszuprobieren, weil ich das damals in meinen Arch-Zeiten ganz nett fand. Geht auch theoretisch auf MacOS, aber die Auswahl ist ziemlich begrenzt und ich bin sehr schnell an die Gitterstäbe des goldenen Käfigs gestoßen.
Das ist aber ein Scheinproblem. Es gibt Schlimmeres als Software und Hardware, die macht, was sie soll und in den Hintergrund tritt, weil sie nicht stört. Nicht jeder wünscht sich ab und zu ein Problem, das es zu lösen gibt. That’s more of a me thing.
Richard Parkes Bonington – The Doge’s Palace, Venice
Digitale Souveränität
Dann wäre da noch der politische Aspekt des goldenen Käfigs. Hier liegt die eigentliche Sprengkraft und die hängt weniger mit den Produkten und Betriebssystemen zusammen als mit dem neuen Stichwort „Digitale Souveränität“, das nun überall zu lesen ist. In anderen Worten: Einfach wieder etwas mehr Kontrolle in die eigenen digitalen Daten und Prozesse zu bringen.
Man muss sich keinen Aluhut aufsetzen, um zu sehen, dass es weltpolitisch und gesellschaftlich tausend gute Gründe gibt, etwas unabhängiger von Konzernen zu werden. Die gab es schon immer, aber sie schlagen aktuell mit einer Rasanz und Macht und Heftigkeit durch, dass sie sich einfach nicht mehr ignorieren lassen: Trump, der Aufstieg der Rechten, Europas technologische Abhängigkeit von den USA und/oder China, Social Media am Limit, Algorithmen der Aufmerksamkeitsökonomie, Games die mit Glückspielelementen angereichert sind, KI Slop und, und, und…
Mir geht es hier nicht um den „alles oder nichts“-Ansatz. Ich glaube, komplette digitale Unabhängigkeit ist kaum zu erreichen. Aber möchte ich wirklich jemand sein, der für den Komfort, dass die Kopfhörer sich etwa drei Sekunden schneller mit dem Smartphone verbinden, gar nicht mehr hinterfragt, dass auch alle Mails über das gleiche Unternehmen laufen? Das muss nicht sein.
Joseph-Maria Charlemagne-Baudet, the winter Palace (North facade) in St. Petersburg in the 19th century
Wie lautet also der Plan?
Umzug meiner Domains und Mails auf eine Managed Hosting Paket.
Mails oder andere kritische Infrastruktur komplett selbst zu hosten, ist mir zu heikel und ich habe dafür auch nicht die nötigen Skills. Aber Managed Hosting, das bekomme ich hin. Die Daten sind nicht Teil des Geschäftsmodells. Und wenn mir der Hoster nicht (mehr) passt, kann man umziehen zu einem anderen Anbieter. Ist nervig, aber machbar. Bin mit diesem Blog und limitofcontrol.de von fzz umgezogen, weil der bisherige Hoster zunehmend kundenunfreundliche Konditionen bietet.
Raus aus dem iCloud Drive
Statt iCloud Drive zu nutzen, wechsle ich mit meinen Dateien auf eine managed Nextcloud-Instanz. Hier kann ich auch (besser als befürchtet) meine Fotos hochladen.
Kalender und Kontakte
Kann ich entweder über die gehosteten Mails oder die Nextcloud-Instanz lösen.
Umstieg auf Linux als bevorzugtes OS
Damit gehen einige Workflows und Software einher, die ich umstellen muss. Ein erster Schritt ist bereits gemacht. Seit ein paar Tagen steht ein klassischer Desktop-Rechner hier, den ich wie damals mit Arch (by the way) bespielen werde. Spannend wird insbesondere, wie ich in Zukunft mit Fotos umgehe, da werde ich der Apple-Welt schon ein wenig hinterhertrauern.
Was ist mit der Familie?
Ich habe meine Familie in den Käfig gepusht, ich werde die Käfigtür offen lassen und die Hand ausgestreckt lassen. Pragmatismus ist angesagt, allein weil es Jahre dauern wird bis der gesamte Hardwarepark der Familie ausgetauscht wäre. Und ich möchte ja auch nicht vorgeben, welche Geräte hier benutzt werden. Ich kann gut verstehen, wenn man weiter Apple-Produkte nutzen möchte. Aber bei den Services und Prozessen werde ich für mehr Dezentralität werben.
Back to Paper
Ein Teil des Ausbruchs streift die Frage, wie einnehmend die digitale Sphäre überhaupt sein sollte. Ich war in der ersten Lebenshälfte klar im Team „digital first“. Spätestens seit ich die 40 überschritten habe, merke ich, dass ich es auch mal schätze, gar keine Bildschirme/Gadgets um mich herum zu haben. Öfter mal Gras berühren oder von der Sonne geküsst werden und so. Und gerade zum Nachdenken freunde ich mich in letzter Zeit mehr und mehr damit an, einfach mal mit Stift und Papier handschriftlich irgendwas festzuhalten. Wie so ein Barbar, völlig verrückt! Nunja, davon wird hier noch zu lesen sein.
Der Ausbruch kann also beginnen, ich bin gespannt, wo er mich hinführt. Ich halte euch auf dem Laufenden.
Ich habe mal wieder ein Blog angeschmissen. Wie alle paar Jahre. In meinem Leben sollen sich ein paar Dinge ändern. Gegen die Gewohnheiten. Da fehlt mir ein wenig der Ankerpunkt: Ein Ort, an dem ich den Wandel kartografieren kann. Ein Kartentisch, auf dem ich nach neuen Wegen und Routen suche. Ein Logbuch, in dem ich Gedanken festhalte. Ein Sextant und ein Kompass, um den Kurs zu bestimmen.
Sonny Rollins knattert sein Saxophon über den Groove, ist Zeuge dieser Zeilen. Kündigt der Tage Anfang. Der Groove verändert sich. Und hier so? Ich möchte mir mehr Zeit nehmen. Für die schönen, richtigen Dinge und Angelegenheiten auf der Welt. Der Musik, den Sätzen, den Gedanken, dem Leben, den Spielen, den Bildern, den Klängen. Ich möchte innehalten und mir ab und zu beim älter werden zuschauen.
Den Wandel betrachten, ihn befeuern, reflektieren und ermöglichen. Die Hinterlande meines Hirns leerschreiben. Mit mir ins Reine kommen Und dabei den Kurs nicht aus den Augen verlieren. Ich möchte rasten, ich werde rosten. And I shall do so gracefully.