The Expanse – Leviathan Wakes

In meiner letzten Urlaubswoche habe ich (wenn ich nicht gerade Wärmflaschen auffüllen musste) den ersten Band der Expanse-Reihe gelesen.

Ich habe sowohl über die Serie als auch die Romanreihe sehr viel positives gehört. Und da sich die beiden unterschiedlich entwickeln sollen, habe ich mich erstmal für das Buch entschieden.

Leviathan Wakes liest sich wunderbar weg. Jedes Kapitel hat im Schnitt etwa zehn Seiten. Bei rund 550 Seiten kommt man so auf 55 Kapitel und so gut wie jedes davon (!) endet mit einem kleineren oder größeren Cliffhänger. Das muss man erstmal hinkriegen.

Von Kapitel zu Kapitel springt dabei die Perspektive zwischen den beiden Hauptcharakteren, Holden und Miller, hin- und her. Mit beiden kam ich gut klar, auch wenn die Miller-Figur für meine Geschmack einen Tick zu sehr das Detective-Noir-Klischee bedient. Durch den Wechsel bleibt es aber abwechslungsreich und es dauert maximal zehn Seiten bis es beim letzten Cliffhanger wieder weitergeht. Dopamin-Literatur irgendwie, aber halt auch sehr unterhaltsam.

Mir gefällt sehr, dass die Reihe in unserem Sonnensystem spielt. Es ist alles recht ranzig und rostig. Die Raumschiffe und ihre Manöver, die Gefechte, die Planeten fühlen sich wuchtig an. Und das Setting hat den Vorteil, dass die gesellschaftliche Gegenwart mit all ihren Problemen noch überall im Sonnensystem der Zukunft durchschimmert. Die Folgen, die Turbokapitalismus oder Ressourcenausbeutung so mit sich bringen, zum Beispiel.

Die Romanreihe ist inzwischen abgeschlossen und umfasst neun Bände. Hat auch Vorteile, wenn man erst zehn Jahre später auf einen Zug aufsteigt.

James S. A. Corey ist übrigens das gemeinsame Pseudonym der Autoren Daniel James Abraham und Ty Corey Franck. Krass, so was zu zweit zu stemmen! Und weiterer Fun Fact: Ty Corey Franck hat mal als persönlicher Assisten von George R. R. Martin gearbeitet.

Sie alle und viele weitere Science Fiction und Fantasy-Autor-innen haben sich in einer Writer’s Group in New Mexico, namens Critical Mass, kennengelernt. Melinda Snodgrass zum Beispiel ist auch dabei. Sie kenne ich aus meinem Star Trek Marathon: Snodgrass hat die berühmte TNG-Folge The Measure of a Man geschrieben, in der in einer Gerichtsverhandlung diskutiert wird, ob es sich beim Androiden Data um eine Person mit entsprechendem Rechtsstatus handelt oder nicht.

Der Autorenzirkel wartet wohl so viel fantastische Prominenz auf, dass sie auch The New Mexico Mafia genannt wird, was sich aber nicht ganz trennscharf googlen lässt. Da würde ich ja gerne mal Mäuschen spielen, wenn die sich gegenseitig ihre neuen Ideen vorlesen.

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The Expanse

Ein Cliffhanger jagt den nächsten.

  1. The Expanse – Leviathan Wakes

    In meiner letzten Urlaubswoche habe ich (wenn ich nicht gerade Wärmflaschen auffüllen musste) den ersten Band der Expanse-Reihe gelesen. Ich habe sowohl über die Serie als auch die Romanreihe sehr viel positives…

Kommentare

  1. Es wird noch besser: „The Expanse was originally a pitch for a MMO video game by Ty Franck. The idea was rejected because the people he pitched it to didn’t want to spend the kind of money it takes to launch an MMO. Franck then started a role playing game online on a message board in a play by post format.“

    1. Abgefahren! DAS würde ich gerne mal nachlesen …

      Wie krass, dass aus sowas dann eine große Romanreihe samt Serie entsteht. On second thought: RPGs sind halt auch einfach tolle Geschichtengeneratoren.

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