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Ein wenig aus Langeweile habe ich dieses Jahr in die Gamescom Opening Night Live reingeschaut. Eine Art Dauerwerbesendung, bei der aber auch einige neue Videospiele vorgestellt werden.
Ich hab’s mir nicht live, sondern im Nachhinein angesehen und bin von Trailer zu Trailer gehüpft. Und es geht mir zwar schon seit einigen Jahren so, aber nichts davon sprach mich an. Und liegt nicht zwangsläufig daran, dass die Ankündigungen bei der Gamescom nicht immer aus der ersten Reihe kommen. Ja, viele der Gaming-Tropes der letzten Jahre langweilen mich, ich kann Zombie-Spiele zum Beispiel nicht mehr sehen. Service Games. Oft ermüdet mich schon, wenn bestimmte Grafik-Engines den immer gleichen Look begünstigen.
Aber wenn ich darüber nachdenke, geht es noch ein wenig tiefer.
Es gibt bei Videospielen eigentlich nur noch relativ wenige Bereiche, für die ich überhaupt noch empfänglich bin:
- Koop-Erfahrungen mit Freunden machen (fast) immer Spaß.
- Für die großen Nintendo-Spiele habe ich nach wie vor eine Schwäche. Da schwingt viel Nostalgie mit, aber Nintendo hat auch über Jahrzehnte bewiesen, dass sie das mit dem Spielspaß wirklich ernst nehmen.
- Sandboxige, oft komlexe PC-Spiele, die riesige Universen bieten. Minecraft würde ich hier einordnen. Aber auch sowas wie Europa Universalis oder Rimworld. Oft handelt es sich um Spiele, die durch Mods erweitert werden und über viele Jahre weiter gepflegt werden. Das fasziniert mich, auch wenn ich diese Spiele oft nicht durchdringe und meist auch nicht sehr gut spiele.
Mit Videospielen verliere ich inzwischen einfach viel zu schnell die Geduld. Schnell beschleicht mich das Gefühl, dass ich meine Freizeit, die ich ja durchaus in Hedonismus zu investieren gedenke, besser nutzen könnte.
Brettspiele zum Beispiel machen einfach im Vergleich zu Computerspielen viel mehr aus ihren Mechaniken. Und man braucht für die Erfahrung nicht Wochen.
Und dann wären das die TTRPGs, die eigentlich alle bündeln: Koop mit Freunden, unendliche und super leicht modbare Universen, optional auch crunchige und komplexe Regelwerke. Tough to beat.
Nunja, aber eine kleine Ankündigung der Gamescom hat mich dann doch gefreut – auch wenn ich qualitativ noch gar nichts dazu sagen kann. Eine Städtebausimulation im Lego-Universum, das könnte charmant werden.

Interessant. In der Summe sind wir da an ähnlichen Punkten, wenn auch aus unterschiedlichen Richtungen kommend, wie mir scheint.
Da wir (also inbesondere b. und ich in diesem Fall) in und rund um diesen Urlaub viel gespielt haben, bin ich auch voll bei dem Urteil, dass Brettspiele mehr aus ihren Mechaniken machen. Wirklich viele schöne Partien gespielt diesen Sommer …