Phoebe Bridgers – Lost Weekend

Rund sechs Jahre ist es her, dass Phoebe Bridgers mit Punisher eines meiner absoluten Lieblingsalben veröffentlicht hat.

Seit letzter Woche gibt’s nach langer Pause den Nachfolger, Lost Weekend. Und meine Güte. Die 16 Tracks sind nicht ganz so zugänglich wie auf den bisherigen Alben. Aber boy oh boy, zupfen sie an manch emotionaler Saite, von denen ich gar nicht wusste, dass man daran zupfen kann.

Ein inhaltlicher Faden, der sich durch das Album zieht: Phoebes Vater, zu dem sie insbesondere als Kind eine sehr komplizierte und belastete Beziehung hatte. Es gibt Anspielungen auf Alkoholismus, Drogenmissbrauch und domestic abuse. Ihre Eltern ließen sich scheiden als Phoebe Bridgers 19 war. Während der Corona-Epidemie hatten sich Phoebe und ihr Vater wieder angenähert. 2023 ist er verstorben.

I can’t imagine you dead.
But you are every day.

Es ist nicht ganz so zugänglich wie ihre anderen Alben, sie webt mehr elektronische und Ambiance-Sounds ein. Alles sehr geschmackvoll, tolle Produktion. Mit im Gepäck hat sie einige alte Wegbegleiter.innen: Conor Oberst, Lucy Dacus und Julien Baker, Jack Antonoff, Cameron Winter von Geese, ihren Partner Bo Burnham. Und über allem schwebt der Geist Elliot Smiths.

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