Die Filme muss ich tatsächlich so gut wie alle irgendwann mal als Kind gesehen haben – einige Szenen kamen mir vertraut vor. Mir war damals nicht so recht klar, wie „alt“ die Enterprise und ihre Crew in den Filmen ist. Wie groß der zeitliche Abstand zwischen Serie und Filme war. Schon im ersten Teil steckt da ja viel „getting the band together for one last gig“ drin.

Star Trek: The Motion Picture

Es sind drei Dinge, die mir beim ersten Star Trek Kinofilm in Erinnerung bleiben.
- Die deutlich gestiegene Produktionsqualität. Alles sieht gewaltiger, besser und echter aus. Es war gut, sich vorher ein paar ToS-Folgen anzusehen, um diesen Sprung wertschätzen zu können. Für Fans muss das 1979 ein ziemliches Erlebnis gewesen sein.
- Der Soundtrack von Jerry Goldsmith. Zum ersten Mal klingt Star Trek genau so, wie es klingen sollte. Was für ein Theme! Ich kann gut verstehen, dass es für The Next Generation gleich mit adaptiert wurde.
- Minutenlange Kamerafahrten, in der die Enterprise von A nach B fährt, Exposure Shot nach Exposure Shot und generell ein Pacing, bei dem ich nicht ein- sondern gleich zweimal eingenickt bin. Nunja.
Star Trek II: The Wrath of Khan

Viele halten Star Trek II für den besten der Star Trek Filme. Er funktioniert dramaturgisch auf jeden Fall besser als der erste Versuch, ist narrativ fokussierter. Und da ich die passende Episode aus ToS (Space Seed) gesehen habe, kann ich auch sehr die Freude am Wiedersehen mit Bösewicht Khan nachvollziehen. Solider Space-Western, der mit Spocks Aufopferung und dessen ruhiger Inszenierung mit einem echten Höhepunkt endet.
Auch hier kamen mir bei den Raumschlachten wieder die U-Boot-Film-Assoziationen im Kopf. Außerdem finde ich spannend, wie rough alles wirkt – ganz anders als mein von TNG geprägtes Bild von Star Trek.
Star Trek III: The Search for Spock

Ich muss sagen, von Star Trek III ist mir tatsächlich am wenigsten im Gedächtnis geblieben. Überrascht war ich von Christopher Lloyd als Klingonen-Kommander Kruge. Sarek bereichert die Star Trek Lore.
Ansonsten ist nur auffällig, dass die Crew ein wenig mehr in den Vordergrund rückt und auch Scotty, Uhura und Sulu ihre Momente bekommen, eigenständig handeln. Das scheint mir im Verlauf der Filme II bis IV immer stärker ausgebaut zu werden.
Star Trek IV: The Voyage Home

Ich weiß noch, dass ich diesen Star-Trek-Film mit der Zeitreise-Idee als Kind unheimlich komisch fand. Und ich muss sagen, das funktioniert für mich heute auch noch sehr gut. Ich kann verstehen, wenn damit nicht jeder etwas anfangen kann, aber ich denke dieser Film öffnet ein weiteres Mal die Tür, das Star Trek viele Formen haben kann: Star Trek kann lustig sein, eine Detektivgeschichte, eine Soap etc.
Und in diesem Fall ist es halt eine Komödie, aus der die 80er aus jeder Pore hervorquellen. Von allen bisherigen Filme wurde ich hier am besten unterhalten.
Insgesamt hat mir die Rückschau auf die ersten Filme rund um Kirk, Spock, Bones und Co. zwar nicht begeistert, aber doch mehr Freude gemacht als gedacht. Ich bin froh, dass ich mir die Zeit dafür genommen habe, weil ich denke, dass der Blick auf die nachfolgenden Serien, die mich ehrlich gesagt weitaus mehr interessieren, davon profitieren wird. Next up: Star Trek – The Next Generation!







Da muss ich sehr schmunzeln (und Schmunzeln ist ja, wie uns der grosse, grosse Max Goldt gelehrt hat, Vanille für die Seele). Ich werde mir den Soundtrack mal anhören, wobei ich aber auch gerade stark von den Intro-Melodien von DS9 und Voyager verwöht bin. Mal schauen, was das mit mir macht …
Ansonsten: Grossartiger Lesegenuss als Blogleser, Dich hier auf der Reise begleiten zu können, explizit mit dem Umfang der Unternehmung im Hinterkopf. Das macht sehr viel Spass.