Zimmertausch

Diese Woche waren wir etwa vier Tage lang damit beschäftigt, in unsere Wohnung die Zimmer durchzutauschen. Die Erstgeborene – mittlerweile nur noch rund ein Jahr von der Volljährigkeit entfernt (!) – zog ins große Schlafzimmer und hat damit ein wenig mehr Rückzugsfläche. Die Zweitgeborene zog von ihrem mittleren Kinderzimmer für vermutlich ein paar Jahre noch ins kleinere Kinderzimmer. Und limitofcontrol und ich wechselten vom großen Schlafzimmer in das mittlere Kinderzimmer.

Dazu mussten wir vor allem erstmal Dinge ausmisten, um uns mit den neuen Raumbedingungen arrangieren zu können. Zwischendurch sah es in der Wohnung völlig chaotisch aus. Flur und Keller zum bersten gefüllt, kein Durchkommen mehr. Sperrmüll am Anschlag. Eigentlich die anstrengendste Phase von Umzügen: Wenn alles in der Wohnung verstreut und weggepackt ist, man nichts mehr findet und die meiste Arbeit noch vor dir liegt.

Aber wir bei den meisten Umzügen geht’s am Ende doch etwas schneller als gedacht. Alles haben richtig gut mit angepackt. Das war schön zu sehen. Immer ein großes Glück, wenn aus der Familie ein Team wird. Sie den Alltagstrott, kleinen Nervereien und Scharmützeln abschüttelt. Dann können wir richtig was schaffen, nehmen es mit allem auf.

Und mit dem Ergebnis sind auch alle zufrieden. In ein paar Jahren wird die Tauscherei auf ein neues losgehen, wenn die Erstgeborene auszieht. Verrückt, der Gedanke daran.

Kommentare

  1. Das finde ich immer spannend: Wie wir unser Zuhause anpassen an unsere Beduerfnisse und Wuensche, die sich im Laufe des Lebens immer wieder aendern.
    Als COVID angefangen hatte, brauchten wir auf einmal einen, nein, zwei Home-Office-Bereiche. Also haben wir auch Zimmer durchgetauscht. Hat sich so gut bewaehrt, dass wir noch heute einen Arbeitsbereich im Schlafzimmer haben, von damals.

  2. Ja, verrückt. Aber auch – zumindest bei uns – wie selten man das eigentlich ohne Druck von außen hinterfragt. Also klar, Umräumerei mach halt Arbeit. Aber eigentlich ist man mit der Situation hinterher meist zufriedener. Vielleicht sollte man sich das einfach alle vier Jahre in den Kalender schreiben. 🙂

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