
Ein weiterer Schritt beim Ausbruch aus dem goldenen Käfig ist gemacht: Eine managed Nextcloud-Instanz kümmert sich nun um die Synchronisation meiner Dateien. Der Server dazu steht irgendwo in Frankfurt, das ist doch angenehm, da komme ich ja ab und an bei Elternbesuchen vorbei.
Die Wahl auf Nextcloud war einfach, ich kenne das Projekt noch aus seinen Anfangstagen als alle noch Dropbox benutzt haben. Tatsächlich habe ich vor langer Zeit – ich meine es war 2009 – mal in Berlin auf den Linuxtagen mit Frank Karlitschek ein Spaßgetränk zu mir genommen und ein wenig mit ihm gequatscht, was mir die Tage durch die Beschäftigung mit Nextcloud erst wieder eingefallen ist. Aber das nur am Rande.
Den Move zu Nextcloud habe ich genutzt, um auch die Kalender darauf umzustellen. Wir nutzen mehrere Kalender gemeinsam als Familie und Eltern und ich habe auch noch ein, zwei eigene. Die laufen bis jetzt völlig problemlos über die Nextcloud und an den Endgeräten ist gar kein Unterschied zu bemerken. Das ist besser als ich erhofft hatte.
Etwas schmerzhafter war die Entscheidung, auch die iCloud-Photolibrary aufzugeben, doch ich habe alle Fotos auf Nextcloud umgezogen. Und die Nextcloud-App lädt neue Bilder, die ich mit dem Smartphone mache oder importiere automatisch in die Nextcloud hoch. Aber natürlich gehen damit einige Komfortfunktionen aus dem goldenen Käfig verloren. Ich bin gespannt, ob der Rest der Familie da irgendwann nachziehen wird.
Andererseits landen meine Bilder nun einfach 1:1 auf meine Geräte in einem Ordner, so ganz klassisch als Dateien. Das hat auch einige Vorteile, zum Beispiel beim Bloggen. Und eben im Zusammenspiel von unterschiedlichen Betriebssystemen. Es ist und bleibt die richtige Entscheidung.
