Nachdem ich in den letzten Monaten mich mal wieder durch alle Staffeln von The West Wing geschaut hatte, dachte ich mir, ich könnte mir ja auch die filmische Vorlage nochmal anschauen: The American President, im Deutschen übersetzt „Hallo, Mr. President„.
Und es ist schon lustig, wie ähnlich sich Film uns Serie im Ton sind. Das dürfte in erster Linie an der dialogischen Schreibe von Aaron Sorkin liegen. Auch der Cast überschneidet sich an einigen Stellen, es ist fast verwirrend, dass Martin Sheen hier Stabschef statt President ist.
Sowohl Film als auch Serie sind inzwischen aus der Zeit gefallen, stehen für ein Amerika, das es vielleicht nie gab, das aber zumindest in Hollywood vor dem 11. September 2001 zumindest in Hollywood noch idealisiert für möglich gehalten wurde. Es gibt Gründe, warum es damals The West Wing geben konnte und später erst House of Cards. Im Gegensatz zum Film kannst sich die Serie aber mehr Zeit nehmen um Politik – und wie sie eigentlich sein könnte – und politische Themen zu transportieren.
Und dann ist der Film ja in erster Linie eine romantische Komödie, die Chemie zwischen Annette Benning und Michael Douglas stimmt. Und trotzdem passt das alles nicht so richtig zusammen. Und ich bin mir nicht sicher, ob es daran liegt, dass man dem Film sowohl die Romanze als auch den politischen Biss heute nicht mehr so ganz abnehmen kann, weil beides heute einfach noch viel zu unschuldig wirkt. Oder ob es damals vielleicht auch schon so war.

